Ich finde es schwierig einen guten Übergang vom Spiel zur "Ernsthaftigkeit" zu finden.
Ein Beispiel:
Während des Abendessens spiele ich mit den Kindern das Rollenspiel "wir essen in einem ganz feinen Restaurant"! Die Kinder sind feine Damen und Herren. Dann ist es aber Zeit sich fürs Schlafen fertig zu machen. Die Kinder möchten jedoch in ihrer Rolle bleiben. Und es erfordert einigen Nachdruck die Kinder zum Zähneputzen usw zu bewegen.
Das kann...
🌼 spielerisch geschehen
🌼 sachlich mit Erklärung Spielerisch kann es so aussehen:
Spielerisch:
Du baust die anstehenden Aufgaben in das Spiel ein:
Es ist spät, und die Angestellten haben endlich Feierabend. Die Gäste bekommen noch ein letztes Abschlussgetränk, die Restaurantküche wird sauber gemacht. Vielleicht schlafen die Angestellten ja im hauseigenen Hotel?
So könnte man das Rollenspiel bis zum Schlafengehen weiterspielen.
Sachlich:
Du leitest langsam das Ende ein: „Oh, ich merke, ich werde schon müde, und es ist auch spät. Wir müssten jetzt Zähne putzen.“
Die Kinder werden traurig sein und nicht kooperieren wollen.
Hier kannst du mit ihnen gemeinsam noch eine letzte Szene verhandeln:
„Was haltet ihr davon, wenn ich mir noch ein Abschlussgetränk und ein kleines Überraschungsmenü servieren lasse, weil es so schön ist hier im Restaurant. Und dann machen wir uns bettfertig.“
Hier ist es wichtig, dass das Kind mit der ausgehandelten Szene einverstanden ist. Also versucht, einen Abschluss zu finden, der für dich nicht zu lange dauert und sich für das Kind noch gut anfühlt.
In beiden Situationen wird das Spiel nicht abrupt abgebrochen. Das Kind hat Zeit und die Möglichkeit, noch ein bisschen im Spiel zu verweilen und es langsam ausklingen zu lassen.
